Das Johann Strauss Museum eröffnet im Herzen Wiens eine völlig neue Form der Kulturvermittlung und widmet sich dem Leben, Werk und Vermächtnis von Johann Strauss II auf immersive Weise. Statt klassischer Ausstellungsräume erwartet die Besucher ein multisensorisches Erlebnis, das historische Inhalte, musikalische Meisterwerke und modernste Medientechnologie zu einer emotionalen Gesamtinszenierung verbindet. Das Museum versteht sich nicht nur als Ort der Information, sondern als begehbare Erlebniswelt, in der Musik sichtbar, spürbar und räumlich erfahrbar wird.
Wir waren im Auftrag der Media Apparat GmbH bzw. der Ostrich Eventagentur GmbH für einen Teil der technischen Ausführung verantwortlich. Ein wesentlicher Bestandteil der immersiven Inszenierung war die Umsetzung komplexer Projektionslösungen. Von kleinen Formaten bis hin zu Ultra-Wide-Projektionen, die sich nahtlos über horizontal konkave Wandflächen erstrecken und sanfte visuelle Übergänge ermöglichen. Neben der detaillierten technischen Planung übernahmen wir auch die präzise Positionierung, Montage und Feinjustierung sämtlicher Projektoren. Für den zentralen 360°-Erlebnisraum wurden eigens entwickelte Unterkonstruktionen sowie Spezialflugadapter realisiert, wobei die statischen Anforderungen des Gebäudes besonders berücksichtigt wurden, sodass Projektionen und Mappings an Wand- und Bodenflächen realisiert werden konnten. Aufgrund der niedrigen Raumhöhe und spezifischer Kundenanforderungen entstanden zudem maßgefertigte Halterungssysteme für alle Projektoren. Ergänzend dazu verantworteten wir die exakte Montage sämtlicher Signage Screens, sowohl im Portrait- als auch im Landscape-Format, und sorgten so für eine durchgängige visuelle Qualität in allen Ausstellungsbereichen.
Eine Symbiose aus Musik, Raum und digitaler Inszenierung
Die Ausstellung übersetzt das musikalische Erbe von Johann Strauss in großformatige Bildwelten, dynamische Lichtinszenierungen und fein abgestimmte Klangräume. Biografische Stationen werden nicht klassisch erzählt, sondern atmosphärisch inszeniert. Historische Szenen entstehen rund um die Besucher, während Walzer und Orchesterklänge visuell interpretiert den Raum durchziehen. Projektionen reagieren auf Musik und Bewegung, verschmelzen mit architektonischen Flächen und erzeugen ein tiefes Eintauchen in die Epoche des 19. Jahrhunderts. So wird aus Geschichte ein emotionales Erlebnis, das Wissen nicht nur vermittelt, sondern fühlbar macht.
Eine Erlebniswelt für alle Sinne
Das immersive Konzept schafft eine Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, die Generationen anspricht. Besucher bewegen sich durch fließende Szenarien, in denen Musik, Bild und Raum miteinander kommunizieren und ständig neue Perspektiven eröffnen. Interaktive Elemente laden zum Entdecken ein, während narrative Übergänge die Ausstellung wie eine choreografierte Reise wirken lassen. Das Museum zeigt eindrucksvoll, wie kulturelles Erbe durch innovative Medientechnologie neu interpretiert werden kann: nicht als statische Erinnerung, sondern als lebendiges, zeitgemäßes Erlebnis, das lange nach dem Besuch nachhallt.
Fotos: Philipp Lipiarski